Hui, wir melden uns 8 Wochen nach der Hochzeit endlich mal wieder mit einem Beitrag aus den Flitterwochen. Ist eigentlich irgendwo festgelegt, wie lang die sein dürfen? Offiziell für beendet erklären wollen wir sie jedenfalls noch nicht. Unsere Hochzeitsreise allerdings schon. Und die hatte so gar nichts mit der gebuchten Reise nach Nepal und Sri Lanka zu tun. Warum? Wer es noch nicht mitbekommen hat, wird es beim aufmerksamen Durchstöbern der Fotos im heutigen Beitrag erfahren 😉
Alternativprogramm: Schweiz statt Nepal
Spontan ergeben hat sich der Trip in die Schweiz, weil Daniels Onkel Andi und Anna eingeladen hatten, gleichzeitig ein Arbeitstrip nach Freiburg anstand und wir Freunde in Freiburg besuchen wollten. Hinzu kam noch eine Kayak-Tour auf dem Vorderrhein und das Hochzeitsgeschenk Daniels Eltern: Das Hair Musical in St. Gallen. Genug Gründe also für einen Roadtrip mit dem Boot auf dem Dach.
Da die Fotos größtenteils selbstredend sind, nur ein paar Anekdoten und Kommentare am Rande:
kurz vor Freiburg wanderten wir entlang eines Baches einen Moospfad zu einem wunderschönen Wasserfall. Noch am selben Tag fanden wir uns mit unseren Freunden im Cafe-Garten des Tibet-Hauses in der Stadt wieder und beendeten den Abend bei Sonnenuntergang in einer Rooftop-Bar.
Auf einer Brücke über ein steiles Tal haben wir die Drohne steigen lassen für ein paar Talblicke. Es dauerte vielleicht 5 Minuten, bis 2 Herren der Schweizer Garde zufällig an ebendieser Brücke hielten – die Drohne war zu dem Zeitpunkt Kilometer weit weg – und auf uns, selbstbewusst und schweißgebadet die Fernbedienung haltend, zuliefen. Auf ein freundliches „Grüezi!“ kam ein „Grüezi“ zurück. Sie unterhielten sich kurz neben uns und verschwanden nach kurzer Zeit in dieselbe Richtung, aus der sie kamen. Es war keine Flugverbotszone, aber wer weiß, wobei wir gestört haben.
Daniel wurde letztes Jahr, nachdem er mit Diana auf dem Hinterrhein paddeln war, empfohlen, lieber den Vorderrhein zu befahren. Die Annahme, dass diese Empfehlung darauf beruhte, dass dort weniger Stromschnellen zu finden wären, erwies sich leider als falsch und wir mussten oft aussteigen, um das Boot am langen Seil durch die Wildwasser-Passagen rumpeln zu lassen. Mit einem Schlauchboot, Helm und Schwimmweste aber eine perfekte Strecke. Uns war es ab dem Moment zu abenteuerlich, als wir seitlich an einem Stein hängenblieben und innerhalb von Sekunden vollliefen und aussteigen mussten. Schwimmend, treibend und mit den Beinen am unebenen Grund anstoßend retteten wir uns zuerst an einem Felsen, um durchzuatmen und die Situation zu analysieren. Doch Valerie wurde langsam von der Strömung unters Boot gezogen und Daniel musste entsprechend schnell handeln, um das Boot vom Felsen weg zu drücken. Wir schafften es wohlauf zum nächsten Ufer und fielen uns halb lachend, halb weinend in die Arme. Der nächste Strand war nicht weit und mit einem Feuer konnten wir uns aufwärmen und alles trocknen, was in den Drybags nass geworden war. Am nächsten Morgen, nachdem Valerie noch unliebsame Bekanntschaft mit einer Kreuzotter gemacht hat, erreichten wir die Vorderrhein/Hinterrhein/Rheinmündung nicht ganz und schliefen noch eine Nacht in der Hängematte.
Das Hair-Musical war eine etwas eigenartige Adaption des Originals, das mit dem dramatischen Verlauf des Films nicht mithalten konnte. Doch wir saßen in der ersten Reihe und wurden so sehr nah mitgenommen in die leicht überzogene Interpretation der Hippie-Welt, dass es uns gefesselt hat.
Alternative zu Sri Lanka: Korfu
Getrieben von Valeries Heißhunger auf Zaziki, Um noch ein wenig Sonne für dieses Jahr zu tanken und die Zeit vor dem neuen Job schön zu nutzen, ging es dann nach Korfu. Die griechische Insel vor der Küste Albaniens ist ein touristisches Reiseziel, das in der Nebensaison perfekt mit Leihwagen und Campingequipment zu bereisen ist. Leider kam unser Gepäck mit dem Equipment erst 2 Tage vor Rückreise bei uns an, weshalb es doch eher ein gewöhnlicher Hotel-Urlaub wurde.
Auf dem Hinflug ist es uns gelungen, ein Foto vom Walchen- und Kochelsee zu schießen.
Vielleicht auch besser in Hotels, damit auch wirklich mal Entspannung aufkommen kann. Man könnte fast sagen, die Kleine hat schon so viel mit uns mitgemacht, dass wir unsere Abenteuer auch in Asien hätten erleben können. Als wir wieder in Deutschland waren hatten wir unseren ersten gemeinsamen Ultraschall-Termin. Sie ist wohlauf und liebt es, in Zaziki zu schwimmen.


































Was für wunderbare Fotos!! … uns so wunderbar erzählt!
Ach… es ist: eben wunderbar!!!